Der Tag des gelebten Geschichtserbes in 2004

Am 9. Oktober 2004

Die Rückkehr der Römer

Wir waren wieder einmal mit schönem Wetter anlaesslich eines Stadtfestes gesegnet. Auf der Hauptstrasse gab es den üblichen Markt als auch einige Attraktionen des Tages. Am oberen Ende der Hauptstrasse steht noch das alte Feuerwehrgeraetehaus, das nun nach Jahren des Dahinsiechens zu einem Zentrum für die Kunst umgebaut wird. Im Kernbereich wurden pflanzliche Medikamente der Römer und des Mittelalters von traditionell gekleideten Medizinleuten angeboten. Hinter dem alten Feuerwehrgebäude gab es einen Übungsplatz für das römische Militär, das dort das lokale Militär ausbildete. Die unterschiedlichen Militaruniformen illustrierten das militärische Element in der diesjährigen Präsentation. Im selben Gebiet hatten die Römer eine Schule für Jüngere gebaut, die dort das Leben einer römischen Armee kennenlernen sollten. Die Kinder wurden dort mit lateinischen Kommandos gedrillt und lernten selbst lateinisch klingende Reime.

 

Im Hotel zum Schwanen auf der Hauptstrasse hatte das lokale Frauen-Institut nach original römischen Gerichten geforscht und stellte seine Ergebnisse in kleinen Kostproben zur Verfügung. Als Bestandteile dieses Festessens gab es eine Art von Rindfleisch-Bürger, Bohnen- und Linsensuppe, Hollunderbeer-Fruchttorte mit Kreuzkümmel und Honigcreme oder suesser Zimtkuchen. Das war für solche Gelegenheiten schon sehr interessant wenn auch etwas suess.  Bedauerlicherweise können einige der früher üblichen Ingredienzien nicht mehr verwendet werden, da deren Herstellungsprozesse nicht mehr den Bestimmungen der Nahrungsmittelhygiene entsprechen. Z.B ist die Herstellung der Fischsosse, die zuerst zur Gärung gebracht werden musste, heute nicht mehr erlaubt

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